2016 / Grafik Zyklus "die Seele der Pflanzen"

In dem weiten Spektrum der "Information Art", zu dem ein ganzes Universum der Verknüpfungen von Kunst, Mathematik und der Computertechnologien gehört, gibt es weitere Abzweigungen zur Geisteswissenschaft und zur Quantenphysik. Diese Grafiken verbinden verschiedene Aspekte der Informationsmedizin, der Quantenphysik und der Alchemie.

Bei dieser Bilderserie geht es um "visuelle Signaturen" von Pflanzen. Hierzu nahm ich Pflanzen aus der Sammlung der "Spagyrik nach Dr. Zimpel".

Anders als in der Spagyrik, bei der die Pflanze ihre Seele durch den Prozess der Vergärung, Destillation und schließlich der Veraschung preisgibt, entsteht in diesem Bilderzyklus der "Extrakt" durch die mehrstufig aufgeschlüsselte Gestalt der Pflanzen. Der Bilderzyklus "die Seele der Pflanzen" ist sowohl Teil eines Forschungsprojektes, als auch eine eigenständige künstlerische Ausdrucksweise, die sich konsequent an  Pflanzengestalten orientiert. 

Am Beispiel der Pflanzenauswahl der Spagyrik nach Dr. Zimpel zeige ich, wie die Ästhetik der Pflanzen, die ich in einem "genormten" Prozess quasi in einen Behälter platziert habe, sich jenseits von Befunden, Bewertungen und Ablenkungen, in einer eigenständigen und freien Betrachtungs-Option neu erfindet. Die Darstellung in kreisförmigen Containern bot sich an, um an sich unendliche Schwingsfrequenzen und Informationsstrukturen wie in einem "Fingerabdruck zu komprimieren. Die mathematischen Vorgaben stellen sicher, dass jeder Container dieselben Bedingungen schafft. Es hätte auch eine quadratische oder rechteckige Form sein können. Doch in diesem Zyklus gefiel mir die Möglichkeit des Fingerabdrucks am besten. Alle Pflanzendarstellung basieren auf der gesamten visuellen Gestalt, nämlich mit Stängel, Blättern und Blüten.

 

Das Hintergrundwissen über Idee und Umsetzungsprozess ist für uns als Betrachtende eigentlich unerheblich, öffnet sich uns doch durch das uneingeschränkt offene Anschauen ein stiller Kosmos, in dem  wir die wunderbaren Charaktere der Schöpfung einmal anders erfahren können.

 

„imagination is more important than knowledge“, Albert Einstein